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Wie alles begann

Der Pierspeicher ist ein Ort mit Geschichte – und was für einer, denn wo heute unsere Gäste ihren Aufenthalt in modern-gemütlichen Zimmern genießen, wurde 50 Jahre lang Getreide gelagert und gehandelt. Doch wie kam es eigentlich zu dieser Verwandlung?

(c) E. Schmidt

Der Grundstein für den Pierspeicher wurde 1935 von Peter Kruse (PK) gelegt, der nach Plänen des Kieler Architekten Heinrich Hansen das Gebäude zur Getreidelagerung erbaute. Mit seinen sieben Stockwerken und der imposanten Fassade wurde er schnell zu einem ausschlaggebenden Bestandteil des Kappelner Stadtbild und ist aus diesem heute nicht mehr wegzudenken. Doch der Pierspeicher hat nicht nur äußerlich von Anfang an beeindruckt, er wurde über 50 Jahre intensiv genutzt und war bestens auf die Lagerung von bis zu 15.000 Tonnen Getreide sowie dessen Reinigung und Trocknung ausgelegt. Gegründet auf 360 zehn bis dreizehn Meter langen Holzpfählen, die das 5000 Tonnen schwere Gebäude tragen, und ausgestattet mit einer  Maschinen- und Förderanlage zur Ent- und Beladung der Waggons und der Schiffe  entsprach der Pierspeicher den modernsten Standards dieser Zeit. Weitere Infos dazu finden sich hier.

Die Geschichte des Pierspeichers ist dabei auch die Geschichte Kappelns: Der Speicher ist Zeuge von Kappelns einstiger wirtschaftlicher Bedeutung als Umschlagplatz für landwirtschaftliche Erzeugnisse, was maßgeblich dem Großkaufmann Peter Kruse zu verdanken war. Sein 1898 in Kappeln gegründetes Getreidegeschäft entwickelte sich zu der bekannten Firma P. Kruse. 1921 wandelte er sein Unternehmen in die Getreide AG um, die später Filialen in Eckernförde, Kiel, Hamburg, Lübeck und Wismar haben sollte.

(c) E. Schmidt

Nach der Stilllegung des Pierspeichers in den 90er Jahren war dessen Zukunft zunächst ungewiss. Einige Jahre Leerstand zogen ins Land, bis im Jahr 2003 Pläne aufkamen, den Getreidespeicher abzureißen und durch Wohnungsgebäude zu ersetzen. Aufgrund seiner Bedeutung für die Geschichte und das Bild der Stadt sollte ein Abbruch aber verhindert werden, sodass der Pierspeicher 2004 in das das Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein eingetragen wurde – damit ist er heute ein Kulturdenkmal und steht unter Denkmalschutz.

Pierspeicher alt

Neue Pläne für den Pierspeicher

Neue Pläne für eine Umnutzung des Speichers kamen im Jahr 2006 auf, als ein ideenreicher Investor diesen kaufte und in enger Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden eine umfangreiche Restaurierung des in die Jahre gekommenen Speichers geplant wurde. Dabei wurden am äußeren Erscheinungsbild nur geringfügige Änderungen vorgenommen und der ursprüngliche Charme somit vollständig erhalten: Unter anderem wurden die vorhandenen Sprossenfenster für einen noch besseren Ausblick auf das Wasser um ein Glaselement nach unten vergrößert und Fehler im Mauerwerk wurden mit den Originalziegeln repariert. Durch diese und andere Maßnahmen hat man es geschafft, unternehmerische Interessen und Denkmalschutz perfekt in Einklang zu bringen, was mit dem Erhalt des 11. Denkmalpflegepreises honoriert wurde.

Der Pierspeicher heute

Dies ebnete den Weg für den nächsten Abschnitt in der Geschichte des Pierspeichers. Während die Fassade das Speichers kaum verändert wurde, entstanden im Inneren mit liebevoller Mühe und Arbeit nach und nach 17 komfortable Zimmer, Studios und Suiten, die den ehemaligen Getreidespeicher zu dem machen, was er heute ist: Dem Pierspeicher Boutique Hotel. Im Jahr 2006 begann der Um- und Ausbau, von da an wurde nach und nach ein Stockwerk nach dem anderen ausgebaut. Während der 6. Stock 2018 fertig gestellt wurde, wurde der 7. Stock, wo einst das Getreide sortiert wurde, 2020 zum Yoga- und Seminarraum.

(c) E. Schmidt
Pierspeicher 2007
Pierspeicher Kappeln

1936

2007

2019

Die Geschichte kurz und knapp:

  • 1935/36 gebaut
  • Steht auf 360 Holzpfählen
  • 5000 Tonnen schwer
  • Stilllegung des Getreidespeichers in den 90er Jahren
  • Seit 2004 unter Denkmalschutz
  • 2011 zum Hotel umgebaut
  • Hat heute 17 Zimmer und Suiten und ab Oktober 2020 einen Yoga- und Veranstaltungsspeicher im 7. Stock

(c) Historische Bilder: E. Schmidt / Restliche Bilder: Pierspeicher

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